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05Sep

Der Winter im Altmühltal

Inspirationen für schöne Winterbilder im Altmühltal

Am Frauenberg

Der Winter ist sicher keine Zeit, um die Kamera in den Winterschlaf zu versetzen 🙂 Er hat viele schöne Gesichter die es sich zum Portraitieren lohnt. Das Bild entstand am Frauenberg, zwischen der Willibaldsburg und der Frauenberg Kapelle. Ich habe es erst Farbe aufgenommen und anschließend ohne Filter in Graustufen umgewandelt. Ich wollte die ursprüngliche Aussage der Aufnahme behalten.

Frauenberg im Januar 2016 ; ISO 100 / 24 mm / f5.6 / 1/320 sec

Eisige Stille am Kalvarienberg bei Dollnstein

An diesem nebligen Wintertag im Dezember 2015 war es wirklich sehr kalt, als ich mit Lobo bei Dollnstein über den Kalvarienberg bei Dollnstein in Richtung Eberswang ging. Der Wald war tief gefroren. An der Stelle ein wichtiger Tipp: Gebt eurer Kamera Zeit zum Auftauen, wenn ihr wieder zu Hause seid. Lasst sie an einem kühlen Ort im Haus ein paar Stunden ruhen. in der Kamera bildet sich leicht Kondenswasser, was schon mal zu einem Kurzschluss führen kann.

Am Kalvarienberg, Dezember 2015 ; ISO 800 / 24 mm / f4.0 / 1/160 sec

Ein Wintertag bei Eitensheim

An das Bild kann ich mich noch gut erinnern, obwohl es schon einige Zeit her ist. Es war ein kalter und nebliger 1. Januar als ich auf einem Parkplatz bei Eitensheim parkte und mit Lobo spazieren ging. Die beiden Bäume hatten mitten im Winter noch ihre roten Herbstblätter und sie waren völlig freigestellt vom landschaftlichen Hintergrund.

Workshop Landschaftsfotografie - Photodesign Altmühltal
Foto, Tipps und schöne Orte zum Fotografieren im Altmühltal – Photodesign Altmühltal

Lange Eiszapfen im Cobenzl Loch

Wenn sich im Winter nach Regen über Nacht der Winter einstellt und es richtig kalt wird, bilden sich im Cobenzl Loch lange Eiszapfen. Der Aufstieg kann im Winter recht glatt sein, bitte auf feste Schuhe achten. Ihr solltet auf jeden Fall mindestens einen Blitz dabei haben …

Cobenzl Loch; ISO 400 / 24 mm / f8.0 / 1/160 sec

Wie eine kleine Insel …

Als ich noch in Dollnstein wohnte führte mich meine Runde mit Lobo über eine große Wiese, vorbei an einem alleinstehenden Baum in Richtung Hagenacker. Am Ende der Wiese blickt man hinüber auf die andere Seite und findet dazwischen diesen kleinen scheinbar vergessenen Hain … Er ist umgeben von Äckern und hebt sich stets davon ab. An diesem Wintertag waren die Wolken der Grund für mich das Bild zu nehmen. Parken könnt ihr am besten auf dem Boote Parkplatz an der Altmühl und geht von da aus auf dem Römerweg in Richtung Eberswang. Dort wo ihr den einsamen Baum in der Wiese seht, folgt ihr einfach dem Pfad in Richtung Hagenacker.

Wanderweg zwischen Dollnstein und Hagenacker (über Ziegelhütte); ISO 100 / 200 mm / f8.0 / 1/40 sec

Die Altmühl in Eichstätt

Für mich war es am 26. Februar 2017 das erste Mal das ich auf der Altmühl in Eichstätt spazieren gegangen bin. Das Bild entstand auf der THW-Brücke am Herzogsteg. Gegenüberliegend sieht man an diesem eisigen Tag die Spitalbrücke und im Hintergrund einen Ausschnitt vom Frauenberg.

Die zugefrorene Altmühl in Eichstätt; ISO 100 / 50 mm / f5.6 / 1/200 sec
03Sep

Der Herbst im Altmühltal

Inspirationen für Herbstbilder im Altmühltal

Oktober Sonne

Die Sonne im Oktober steht schon recht tief und zaubert ein goldenes Licht in den Wald. Ich habe mich bei dieser Bildkomposition für eine Gegenlicht-Aufnahme entschieden und dabei die Sonne hinter Bäumen und Blättern ein wenig abgeschirmt, damit sie nicht zu hell wird und der Sensor keinen Schaden nimmt. Bei höheren Verschlusszeiten ist das in der Regel nicht der Fall.

Waldspaziergang im Oktober bei Wellheim; ISO 100 / 35 mm / f8.0 / 1/320 sec

Ungewöhnliche Perspektiven

Das Bild dieser Landschaftsaufnahme machte ich im Wald ebenfalls im Oktober oberhalb von Dollnstein als ich dem Römerweg nach Eberswang folgte. Die bunten Baumkronen in Verbindung mit dieser einmaligen Lichtstimmung fand ich ein wenig abseits vom Weg und hatten mich zu dieser Aufnahme inspiriert. Ich wollte, das das Bild den Betrachter überzeugt, dazu legte ich mich unter die Bäume und ließ das Bild lange auf mich einwirken, bevor ich den Auslöser berührte.

Am Römerweg bei Dollnstein; ISO 200 / 16 mm / f4.0 / 1/640 sec

Mondscheinweg in Eichstätt

An einem sonnigen, warmen Herbsttag führte mich mein Weg mit Lobo meinem Hund, wie so oft über den Mondscheinweg. Zu jeder Jahreszeit hat dieser kleine Weg kleine und große Überraschungen parat. Im Herbst zeigt er noch einmal die Pracht der Farben die die verschiedenen Bäume am Wegesrand mit sich bringen, bevor die Herbststürme die Äste leeren. Der Mondschein Weg liegt unterhalb der Willibaldsburg in Eichstätt der um die Burg und hinauf zum Frauenberg und seiner Kapelle führt. Er ist die Verlängerung der Burgstraße die direkt in die Burg führt. Parkmöglichkeiten gibt es im Burghof (zur Zeit Baustelle) oder am Parkplatz (Sa + So, Ferien) der Berufsschule Eichstätt.

Mondscheinweg in Eichstätt; ISO 100 / 85 mm / f4.0 / 1/250 sec

Sonnenuntergang über Eichstätt

Oberhalb vom Hotel Schönblick in Eichstätt am Hohen Kreuz bietet sich nicht nur bei schönem Wetter ein herrlicher Blick auf Eichstätt und die Willibaldsburg. Während im Westen die Sonne hinter den Bergrücken verschwindet, bleibt zur blauen Stunde ein faszinierender Blick auf die Bischofsstadt samt ihrer Burg.

Sonnenuntergang am Hohen Kreuz mit Blick auf Eichstätt; ISO 100 / 24 mm / f2,8 / 1/250 sec

Lichtstimmung im Wald

Das Licht der Oktobersonne ist ein warmes und goldenes Licht das manchmal, scheinbar wie mit Zauberhand die Natur berührt. Dabei entstehen Aufnahmen wie diese. Nur einen Ast und ein paar Blätter trifft der Sonnenstrahl in diesem Moment um einen Augenblick später im dunkel wieder zu verschwinden … Im Wald braucht man bei diesen Lichtverhältnissen oft eine hohe ISO, um das Licht in seiner reinen Form einzufangen. Bei Blende 2.8 und einer nur 1/125 sec war es ein wenig eine Gratwanderung, ob das Bild letztendlich überzeugt oder verwackelt.

Im Wald bei Pfünz; ISO 400 / 85 mm / f2,8 / 1/125 sec

Juli im Licht der Oktobersonne

Die untergehende Sonne war noch kraftvoll genug, um Juli in ein warmes, umgebendes Licht zu tauchen. Ich mag das Licht für Shootings sehr, weil es weicher ist und oft einfacher zu handhaben ist. Dieses Bild entstand im Schlossgarten in Pfünz. Bei Portrait Aufnahmen die draussen,Outdoor, entstehen, gilt es das Licht zu beherrschen. Sicher lässt sich später am Computer der eine oder andere Fehler korrigieren aber ich mag das Bild gern schon mit der Aufnahme so perfekt wie möglich.

Juli im Licht der Oktobersonne; ISO 400 / 200 mm / f4 / 1/320 sec

Alltägliches neben der Straße

Fährt man auf der B13 in Richtung Ingolstadt findet man auf der linken Seite eine scheinbar verträumte Landschaft. Wer jeden Tag zur Arbeit und nach Hause fährt hat selten Zeit und Muße sich die Gegend neben der Straße anzuschauen. Und so bleiben viele Bilder ungesehen und ich bin selbst lange Zeit einfach vorbei gefahren. Gestern hatte ich Hund und Kamera dabei und war auf dem Weg nach Eichstätt. Eine Wetterveränderung war angesagt, die Wolken waren fantastisch, die Felder teilweise geerntet und die Stimmung für mich perfekt.

Bei der Ansicht am Mac fiel mir auf, das mich das Bild an ein Gemälde erinnerte und ich hab mich dazu inspirieren lassen einen Ölfilter zu verwenden. Ich hab die Wolken etwas dunkler gemacht und die Felder ein wenig aufgehellt.

Workshop Landschaftsfotografie - Photodesign Altmühltal
Zwischen Eitensheim und Hitzhofen: ISO 100 / 24 mm / f5.6 / 1/160 sec / ND 8

Am Frauenberg …

Ein warmer Sonntag Nachmittag im Herbst der zum Spazierengehen einlädt. Menschen, die gemeinsam die Sonne genießen und den zu Ende gehenden Tag genießen. Bäume die der Herbst schon fest im Griff hält und vom Wind gezeichnet sind. Die Sonne stand schon recht tief und berührte das Gras fast nur noch als Streiflicht. Gleichzeitig tauchte sie die verbliebenen, bunten Blätter in ein traumhaftes Herbstlicht. Oft geht es mir bei vielen meiner Bilder gar nicht so sehr um das Motiv, als um die Stimmung die das Bild für mich ausdrückt. Bearbeitet mit Photoshop; Ölfilter

Spaziergang am Frauenberg - Photodesign Altmühltal, Eichstätt
Spaziergang am Frauenberg bei Eichstätt; ISO 100 / 24 mm / f8.0 / 1/160 sec
16Aug

Einführung in die Fotografie

Viele sagen das sie keinen Blick haben für die schönen Dinge, dieser Blick ist niemanden angeboren. Mancher tut sich leichter, ein anderer muss sich damit vertraut machen. Wer sehen kann und Freude hat an schönen Dingen, der kann sie auch fotografieren. Fotografieren ist keine Zauberei, sondern hat ein bisschen mit Wissen und viel, viel Übung zu tun. Die Kamera an sich ist spielt keine Rolle. Nicht die Kamera macht das Bild, sondern der Mensch der den Auslöser drückt. Letztendlich ist es ohne Bedeutung ob man mit einem Smartphone, einer kleinen Kamera, einer Systemkamera oder einen Digitalen Spiegelreflex Kamera fotografiert.

Aumühlbrücke in Eichstätt - Photodesign Altmühltal, Eichstätt
Aumühlbrücke in Eichstätt – Photodesign Altmühltal (Fotografie und Bearbeitung – iPhone 11)

Welches Ziel verfolgen wir, wenn wir fotografieren? Ganz gleich was wir fotografieren wollen, ob es eine Landschaft ist oder ein Mensch oder was auch immer, das Bild entsteht zuerst im Kopf. Natürlich wollen wir es festhalten und etwas Bleibendes schaffen. Letztlich wollen wir das alle, nämlich fotografisch das festhalten was in unserem Kopf entstanden ist. Und dabei soll das Bild schon bei der Aufnahme möglichst perfekt sein, ohne es anschließend stundenlang in einer Software (Photoshop) zu bearbeiten.

Eigentlich fundiert die Kamera auf eine simple Technik: Durch ein Loch fällt das Licht auf ein lichtempfindliches Material. Früher war es ein Rollfilm und heute ist es ein digitaler Sensor. Je mehr Licht aufgenommen werden kann, desto heller wird die Fotografie. Je weniger Licht auf den Sensor fällt, desto dunkler wird das Bild. Ganz einfach gesagt braucht man für ein Foto eine Blende (Objektiv),Lichtempfindlichkeit (ISO) und Zeitbegrenzung (Belichtungszeit).

Waldspaziergang bei Dollnstein - Photodesign Altmühltal, Eichstätt
Herbstliche Baumkronen bei Dollnstein – Photodesign Altmühltal – Canon 5D Mark II, Capture One

Die Belichtung wird durch drei Dinge gesteuert: Das Objektiv, die Empfindlichkeit und die Dauer der Belichtung. Lediglich diese drei Faktoren entscheiden darüber ob ein Bild heller oder dunkler wird. Wird die Empfindlichkeit des Sensors verringert, wird das Bild dunkler. Wird dagegen vergrößert, fällt mehr Licht auf den Sensor und das Bild wird heller. Nach diesem Prinzip funktioniert jeder Kamera und auch ein Smartphone. Möchte man nun bei wenig Licht fotografieren, vielleicht nach Sonnenuntergang, dann kann man das über die Blende, die ISO und die Belichtungszeit steuern. Mit dem Objektiv lässt sich bei geöffneter Blende, kleine Blendenzahl – große Blendenöffnung, mehr Licht auf den Sensor holen. Mit der Sensorempfindlichkeit (ISO) wird der Sensor empfänglicher für Licht. Je dunkler es wird desto höher die Empfindlichkeit. Aber Vorsicht: je höher die Empfindlichkeit desto höher das Bildrauschen, dazu später mehr. Mit einer längeren Belichtungszeit fällt mehr bzw länger Licht auf den Sensor, das Problem hierbei ist die Verwacklung. Alle drei Einstellungen lassen sich auch zusammen anwenden.

Street at the harbor - Photodesign Altmuehltal
Workshop, Street – Photodesign Altmuehltal

Das Gestaltungselement der Unschärfe im Hintergrund (Bokeh) erreicht man mit einer großen Blendenöffnung. Damit kann man zum Beispiel ein Portrait vom Hintergrund trennen, was gern zur Bildgestaltung verwendet wird. Das Problem einer großen Blende ist die mögliche Unschärfe, man spricht von einer geringen Schärfentiefe. Heißt das, das man nur bei einer kleinen Blendenöffnung scharfe Bilder erzielt? Je weiter man vom Motiv entfernt ist, desto eher erscheint das Motiv scharf, allerdings auf dem Kameradisplay wirkt es sehr scharf. Warum? Weil das Display sehr klein ist, vergrößert man dann aber das Bild auf 100% ist die Unschärfe da. Die Schärfe in einem Bild ist kein Bereich, sondern ein Punkt auf den es sich zu konzentrieren gilt. Viele Fotografen verwenden darum auch nur einen einzigen Schärfepunkt des Autofokus und überlassen nicht der Kamera die Auswahl. Um den Schärfepunkt herum, nach vorne und hinten, bilden sich die Streukreise, die man Bokeh nennt. Fotografiert man Nachts in einer Stadt lassen sich die bunten Lichtpunkte wunderschön zur Gestaltung einsetzen. Ganz unabhängig ob in Farbe oder in Schwarzweiß.

Übrigens, manchmal seh‘ ich ein Bild das ich unbedingt machen möchte und obwohl ich weiß, das es trotz allen Könnens und Technik nicht perfekt sein wird, entscheide ich mich für das Bild und damit für die Unschärfe und die Körnung. Das Bild entstand vor vielen Jahren in einer alten Stadt der Karibik. Immer wieder wenn ich dort vorbei komme, erinnere ich mich an den alten Mann auf der Treppe, der Harmonika spielt und seinem im Glas gesammelten Geld.

Citylight Shooting - Photodesign Altmühltal
Workshop, Citylight Shooting – Photodesign Altmühltal

Wie ist das nun mit der Blende?

Große Blende, kleine Zahl, zum Beispiel f:2.8 ist eine „offene“ Blende. Das „f“ steht übrigens für engl. fokal length = Brennweite. Bei einer offenen Blende erreicht den Sensor einer Kamera mehr Licht als bei einer mittleren oder geschlossenen Blende. Allerdings verliert man dadurch auch an Schärfentiefe bzw der Hintergrund wird unscharf, was bei Portraits allerdings oft gewünscht ist.

Mittlere Blende: Im mittleren Blendenbereich zwischen 5.6 und 11 haben viele Objektive ihre beste Schärfenqualität.

Geschlossene Blende: Viele Objektive schließen bei Blende f:22 und einige wenige auch bei f:32 und erreichen damit die höchste Schärfentiefe. Diese Blendenbereiche können jedoch Beugungsunschärfen erzeugen und mindern dadurch die Bildqualität. Für Landschaftsfotografie sind sie eher weniger geeignet. Eine bessere Wahl für Landschaftsfotografie sind die Blenden f:11 bis f:16.

Fortsetzung folgt …